www.blafusel.de

  Home  |   Privat  |   Bücher  |   Computer  |   Misc  |   OBD  |   Forum Deutsch translate traduire
günstig surfen &
  billig telefonieren
(S)VCDs erstellen
DVD rippen
Digitale Fotografie
Sonderzeichen
IE Sicherheit
Email Alarm

s³web: software. schulung. service. web.

Inhalt

Internet Call-By-Call
DSL
Telefonieren
Voice over IP

Internet Call-By-Call

Wer will nicht günstig durchs Internet surfen und billig telefonieren?

Das Problem ist nur, bei dem riesigen Angebot von Providern den Überblick zu behalten. Mittlerweile gibt es einige Webseiten (s. Linksammlung), die Datenbanken zu den vielen Tarifen pflegen, so daß man seinen Wunschtarif suchen (und finden?) kann.

IMHO gibt es aber neben dem eigentlichen Tarif noch ein paar weitere Kriterien, die nicht vernachlässigt werden dürfen. Wie sich bei entsprechender Berücksichtigung herausstellt, bleiben dann nur noch wenige Anbieter übrig, die ich weiter unten genauer vorstelle, wobei es sic nicht um Werbung, sondern ein (objektiv subjektives) Informationsangebot meinerseits handelt. Außerdem kann ich keine Gewähr übernehmen, daß die Angaben jederzeit aktuell sind, denn Tarifänderungen sind häufig und neue Anbieter müssen erst entdeckt werden. Aber über hilfreiche Hinweise freue ich mich immer!

Die meisten traditionellen Provider wie T-Online und AOL sind mittlerweile für die meisten Surfer zu teuer. Ein Grund sind die monatlichen Grundgebühren und die hohen Einwahlkostn bei ungünstiger Zeitabrechnung. Die angebotenen "Mehrwerte" wie Chat, Community etc. sind auch nicht so toll, daß man nicht darauf verzichten könnte und im Web gibt es zahlreiche Alternativangebote. Außerdem sind die Vertragslaufzeiten viel zu hoch um flexibel zu günstigeren Tarifen zu wechseln. Bei AOL kommt man auch noch nicht um den propritären Browser nicht herum, so daß man nicht einfach andere Internesoftware einsetzen kann, was definitiv nicht zeitgemäß ist und nur dem Bertelsmann-Konzern-Monopol zu Gute kommt.

Wer wirklich günstig und flexibel surfen will, kommt um Call-by-Call nicht herum, denn nur dann kann man schnell und problemlos zum günstigsten Anbieter wechseln. Wie beim Call-by-Call fürs normale telefonieren wählt mann dabei über eine Vorwahlnummer einen entsprechenden Anbieter aus. Dieser berechnet dafür einen gewissen Betrag und zahlt einen Obolus an die Telekom. Die angegebenen Gebühren sind dabei Endpreise und man muß nicht noch die normalen Telefongebühren bezahlen. Außerdem muß man sich nicht darum kümmern irgendwelche Verträge zu studieren oder zu kündigen. Anrufen und Spaß haben. Nicht anrufen und nichts passiert. Die weiteren Betrachtungen gehen davon aus, daß der Standardanschluß über die Dt. Telekom läuft, da viele andere Netzanbieter sich gegen Call-By-Call wehren.

Je nach Call-By-Call-Anbieter erhält man die Telefonkosten-Rechnung über den Anbieter direkt oder mit der Monatsrechnung der Telekom. Ersteres ist nur nach Anmeldung beim Call-By-Call-Anbieter möglich. Viele Anmeldungen sind nur Augenwischerei um an Ihre Benutzerdaten heranzukommen. Mit diesen Daten können die Anbieter dann nämlich richtig Geld verdienen, wenn sie die Daten verkaufen oder für eigene Werbeaktionen nutzen. Gegen eine Abrechnung über die Telekom spricht rein gar nichts.
Um die Anmeldung ein wenig schmackhafter zu machen, werden dafür oft etwas niedrigere Gebühren angeboten. Ich persönlich halte davon aber nichts, da mir meine Privatsphäre doch wichtig ist und mit Zehntel-Pfennigen lasse ich mich nicht so einfach ködern, weshalb hier auch nur Anbieter ohne Anmeldung zu finden sind.

Ein weiterer Trick um an mehr Gebühren zu kommen, ist der Abrechnungszeittakt. Die Telekom machts vor, wie man mit 3-Minuten-Taktung Geld verdient: Auch ein kurzer Test auf neue E-Mails, der in wenigen Sekunden abgeschlossen ist, kostet so für 3-Minuten Geld. Gerade wenn man oft nur kurz ins Internet gehen will um E-Mails zu managen oder mal schnell was nachzuschauen ist eine kurze Taktung sehr vorteilhaft. Mehr als sekundengenau ist reine Abzocke!

Einwahlgebühren sind der letzte Weg des Providers den Nutzer zu schröpfen: Pro Einwahl wird erst einmal die Hand aufgehalten. Als würde man Eintritt dafür bezahlen, daß man ins Kaufhaus hinein darf. Gerade bei kurzzeitigen Aufenthalten wird's dann teuer.

Auch ein Mindestumsatz muß nicht sein. Dieser muß schon sehr niedrig liegen, damit Sie nicht am Ende draufzahlen, denn nur selten Schätzt man seinen eigenen Umsatz richtig ein und im Urlaub sind die Gebühren verschenkt.

Tja, sekundengenaue Abrechnung (als 1/1 bezeichnet) ist wirklich selten geworden. Gängiger ist die minutengenaue Abrechnung (als 60/60 bezeichnet), weslhalb die folgende Tabelle einige günstige Anbieter hierzu auflistet. Viele Provider werden zwar z. B. bei billiger-surfen.de mit teilweise attraktiven Konditionen gelistet, doch bei genauerem Hinsehen, gibt's oft einen Haken. Doch noch einen gefunden? Dann schreib mir.

Provider Tarif Bemerkungen
MSN Easysurfer 1,2 Cent/Minute von 9-18h werktags; 1,1 Cent/Minute von 18 - 9h sowie an Wochenenden und bundeseinheitlichen Feiertagen Minutengenaue Abrechnung, schneller Zugang, keine Probleme
MSN Easysurfer Power 1,14 Cent/Minute: rund um die Uhr Sekundengenaue Abrechnung, schneller Zugang, keine Probleme
Ventelo 1,12 Ct./Min. rund um die Uhr Minutengenaue Abrechnung, nicht selber getestet; öfter mal nachschauen, ob Preise sich ändern
ByCall24 0,65 Ct./min. Mo-Fr 18-8h und an Wochenenden und Feiertagen 0-24h, 1,99 Ct./min. Mo-Fr 8-18h nicht selber getestet; öfter mal nachschauen, ob Preise sich ändern

Gute Provider kommen weiterhin auch ohne eigene Sofware aus. Über das Windows DFÜ-Netzwerk oder entsprechende Konfigurationen bei anderen Systemen läßt sich eine Einwahl realisieren. Zusätzliche Software kann immer das System beeinträchtigen und außerdem Daten im Hintergrund sammlen und unbemerkt an den Provider senden etc.

Wirklich zu empfehlen ist der SmartSurfer von web.de, welches für jede Einwahl automatisch den billigsten Provider benutzt. Das Tool aktualisiert die Tarife und man kann wählen, welche Provide benutzt werden sollen (Anmeldung, Taktung, Einwahlgebühren etc.).

DSL

DSL ist toll schnell. Zuerst einmal: Wie schnell darf's denn sein? Zur Erinnerung: Vor kurzem gab es nur 768/128 kBit/s. Das führte zu den meisten Anwendern schon zum staunen, denn es machte richtig Spaß und man wollte die Modem- und sogar ISDN-Zeiten schnell vergessen. Jetzt gibt es bis zu 5000/500 kBit/s und mindestens 1024/128 kBit/s. Die niedrige Bandbreite wird dabei oft als Einsteiger- oder wenig-Nutzer-Angebot ausgegeben. Quatsch! Schneller ist absoluter Nonsens. Wenn Sie nicht gerade permanent (wirklich 24h) Videofilme und Musik saugen wollen, brauchen Sie nicht mehr. Nicht einmal zum online Spielen. Zum surfen, gelegentlichen (ein paar Stunden pro Tag) Dateitausch usw. reicht 1024 massig aus. Einzig größere Firmen mit mehreren Mitarbeitern haben mehr Bedarf. Diese dürfen sich aber fast immer gar nicht einen Anschluß teilen gemäß den AGBs der Anbieter.

Die Preise für DSL purzeln gerade wie wild. Bisher war das nur was für ambitionierte Nutzer, doch inzwischen ist es für alle Nutzer interessant. DSL ist unabhängig von Ihrem Telefonanschluß, wodurch sich der weitere Vorteil ergibt, daß Sie telefonieren und gleichzeit surfen können. Nachteil aller Anbieter bis auf die Telekom ist, daß Rechnungen kostenlos nur online verfügbar sind, was das Finanzamt eigentlich nicht akzeptiert, was aber für private Anwender uninteressant ist.

Auch wichtig: Wird nur WWW angeboten oder mehr? Internet ist nicht nur surfen. Ok, email gibt's überall umsonst (GMX und Co.) aber was ist mit news? Das ist oft nicht verfügbar.

Bei den Offerten muß man nur genau hinsehen. Fast immer beträgt die Mindestvertragslaufzeit 12 Monate. Das ist eigentlich zu lang. Als Bonus muß was rausspringen: Die Anschlußgebühr muß entfallen und die Hardware sollte d'rauf gelegt werden, denn man benötigt ein DSL-Modem, einen Splitter und eine Netzwerkkarte. Oft ist alles in einem Gerät integriert.

Zeit- und Volumentarife sind angesicht der Gebühren für echte Flatrates passée. Bei einer Flatrate können Sie so lange und so viel Sie wollen online sein. Bei Zeittarifen nur eine bestimmte Zeit und bei Volumentarifen darf nur eine (schwer schätz- und ermittelbare) Datenmenge transportiert werden. Die Flatrate ermöglicht es, völlig ohne auf die Uhr zu schauen, entspannt zu surfen. Nur echte wenig-Surfer, können da noch sparen. Einige Angebote mal etwas unter der Lupe:

Die Grafik zeigt, ab wann sich die Flatrate lohnt: nach 17 bzw. 27 Stunden im Internet.

Flatrate contra Minutenabrechnung

Die Firma 1&1 Internet AG bietet derzeit das günstigste Angebot mit € 6,99 in zahlreichen Großstädten oder € 9,99 überall. Hinzu kommen aber noch die Grundgebühr und ggf. die Einrichtungsgebühr. Ihr Telefonanschluß bleibt bestehen. Ich habe keine guten Erfahrungen mit dieser Firma gemacht. Außerdem ist das Angebot nur auf den ersten Blick unschlagbar günstig.

Bisherige Nutzer von T-Online DSL flat können zur Tochterfirma Congster wechseln und so sparen: Angebot bis Juni: € 9,99/Monat.

Die Firma HanseNet bringt derzeit Ihr Angebot Alice auf den Markt. Hier wechselt man den Telefonanbieter und bekommt dann auch DSL. Alice ist aber nur in sechs Regionen verfügbar. Dafür die einzigen neben der Telekom mit nur 4 Wochen Vertragslaufzeit/Kündigungsfrist. Die Gesprächsgebühren sind etwas niedriger als bei der Telekom (dafür minutengenau abgerechnet) und Call-By-Call ist nicht möglich. Dafür zur Zeit Netzintern umsonst mit anderen Alice-Nutzern sprechen.

Anbieter/Leistung Telekom/T-Online Congster 1&1 Alice
Telefongrundgebühr Analog (ISDN) 15,95 (23,95) bleibt bei Telekom bleibt bei Telekom 37,90 (39,90)
DSL-Anschluß 16,99 16,99 (bleibt bei Telekom) 16,99 bereits enthalten
Flatrate 29,95 9,99 6,99 (City, sonst 9,99) bereits enthalten
Anschlußgebühr 59,95 + 99,95 wie Telekom 59,95 (Telekom) + 99,95 159,90
Summe (ohne Anschlußgeb.) 62,89 (70,89) 42,93 (50,93) City: 39,93; kein City: 42,93 (47,93 / 50,93) 37,90 (39,90)

Die Anschlußgebühren sind oft schwankend. Fast immer gibt es ein Angebot ohne Gebühren, was man unbedingt nutzen sollte, weshalb diese nicht betrachtet werden. Oft gibt es noch einen Freundschaftsbonus für Werbung.

Flatrate contra Minutentakt inkl. Telefon und Grundgebühren

Telefonieren

Telefonieren soll natürlich auch günstig sein. Die langen Zeittakte bei der Telekom sind wirklich nicht mehr zeitgemäß. Mit Hilfe von Call-By-Call Anbietern ist es inzwischen sogar möglich, im City-Bereich billig wegzukommen. Pervers ist, daß man auf ein Handy in den USA mittlerweile billiger anrufen kann, als ein City-Gespräch in Deutschland kostet.

Webseiten wie billiger-telefonieren bieten eine aktulle Übersicht der sich ständig ändernden Tarife. Es lohnt sich nicht, hier andauernd den wirklich billigsten Anbieter zu suchen. Vergleichen Sie etwa einmal im Monat die Tarife und suchen Sie einen Anbieter für City, Fern und Handy heraus, der rund um die Uhr im Mittel günstig ist. Achten Sie darauf, daß Sie einen vertrauenswürdigen Anbieter wählen, der nicht andauernd heimlich die Tarife ändert oder nur selten verfügbar ist, da sein Leitungskontingent zu gering ist. Eine Gebührenansage vor dem Gespräch ist sehr vorteilhaft.

Bietet Ihr Anschlußbetreiber eine Telefon-Flatrate oder ähnliches, prüfen Sie kritisch anhand der letzten Rechnungen, ob Sie diese wirklich ausnutzen würden. Sind Ihre Gespräche lang und häufig genug, um zu sparen? Als Beispiel: Unsere eigenen privaten Gesprächsgebühren (alle mit Call-By-Call) belaufen sich auf lediglich ca. 3-5 Euro im Monat. Viel teurer sind die Anschlußgebühren.

Voice over IP

Oder auch VoIP ist der neuste Hype: Statt über die klassische Telefonleitung zu sprechen, werden Datenleitungen des Internet benutzt. Auf den letzten Metern ist das technisch zwar wieder Ihre Telefonleitung, doch das braucht Sie nicht zu kümmern. Der Trick ist, daß die Anbieter Kosten für zusätzliche Telefonverbindungen sparen können und Ihr Gespräch von zu Hause digitalisiert verschickt wird - ähnlich wie eine email. In der Praxis bekommen Sie von der Technik nichts mit und führen Ihre Gespräche wie sonst auch.

Es gibt aber zwei Zugangstechniken: Die eine setzt voraus, daß Sie einen PC haben. Über ein an diesen angeschlossenen Kopfhörer und ein Mikrofon führen Sie die Gespräche. Das ist ungünstig, denn der PC muß laufen und die Qualität ist oft mäßig. Einzig sinnvoll ist die zweite Variante mit einer zusätzlichen Hardware wie eine kleine Telefonanlage. An diese schließen Sie ein normales Analogtelefon an. Sie können wie sonst auch wählen und an Ihre normale Festnetznummer angerufen werden. Die Box erledigt den Datentransfer Ihres Gesprächs völlig unbemerkt.

VoIP wird zur Zeit stark beworben. Doch prüfen Sie, ob sich das lohnt, denn die niedrigen Gesprächsgebühren von ca. 1ct./Min lassen sich annähernd auch mit Call-By-Call erreichen. Handyanrufe sind oft sogar teurer. Hinzu kommen aber ggf. die Installationsgebühren und Einrichtungsentgelte oder weitere Grundgebühren. Außerdem müssen Sie derzeit noch einen Festnetzanschluß haben, auch wenn Sie den dann gar nicht mehr nutzen.